Tief berührend, tief herausfordernd – von Caro & Elisa aus Deutschland

Als wir uns auf den Weg nach Kenia machten, wussten wir nicht, was uns erwartet.

Heute wissen wir: Die Zeit bei BetterMe ist voller neuer Eindrücke, Begegnungen, Herausforderungen, Lebensgeschichten, Freude, Kreativität, Herz, Engagement, Bewegung und Herzensmomente.

Was genau wir in der Zeit erlebt haben, was uns zum Lachen und oft auch zum Nachdenken gebracht hat und warum wie hier her gekommen sind – das erzählen wir euch in diesem Blog Post.

Kurz zu uns: Wir sind Caro und Elisa, kommen aus Deutschland und haben gemeinsam Lehramt studiert. Nachdem wir innerhalb unseres Studiums beide, unabhängig voneinander, ein Auslandssemester in Schweden verbracht haben, packte uns 2024 die Sehensucht ein weiteres Land und dessen Kultur zu erkunden. Dabei wollten wir gerne im Schulkontext mit Kindern zusammen arbeiten und fanden schnell heraus das Volunteering in Kenia eine gute Option für uns ist. Ein Freund, der auch für einige Wochen bei BetterMe war, machte uns dadurch auf die Organisation aufmerksam. Die Kommunikation mit dem Team war unkompliziert und einfach, wodurch unser Aufenthalt schnell geplant war.

Unser Alltag bestand aus von BetterMe organisierten Aktivitäten, dies war vor allem unterrichten von Englisch, Life Skills und Kunst in verschiedenen Institutionen. Außerdem wurden einige Events (hauptsächlich Sportevents) mit dem gesamten Team besucht, wo auch Partnerorganisationen anzutreffen waren.

Unsere Lieblingsaktivität war die (fast) tägliche Swimmingclass, bei der wir jeder Schulklasse Schwimmunterricht und Bewegung im Wasser ermöglichen konnten. Das Lachen der Kinder und die Freude der Bewegung im Wasser hat uns sehr erfüllt. Der Kampf die Kinder nochmal aus dem Wasser zu bekommen, um nachhause zu gehen, war jedes Mal eine Herausforderung.

Darüber hinaus kann man sich jeder Zeit mit den Kindern im Korando Educational Center beschäftigen und verschiedene Aktivitäten (Gespräche führen, Spielen, Malen, Nature Walk, Movie Night, Dance Party) für diese planen.

Besonders die ersten Tage waren voller Eindrücke und herzlichen Empfängen des Teams und der Kinder. Unsere erste Tuk-Tuk Fahrt durch die Stadt ist uns sehr im Gedächtnis geblieben. Sofort spürt man die lebendige und laute Energie der Stadt.

Was uns besonders beeindruckt/bewegt hat sind:
•⁠ ⁠die herzbewegenden Lebensgeschichten der Kinder
•⁠ ⁠die Herzlichkeit der Einheimischen, die wir im Rahmen der Arbeit kennelernen durften
•⁠ ⁠die gemeinsamen Abende bei Sonnenuntergang am Seeufer
•⁠ ⁠das wundervolle Team, das immer für einen da ist
•⁠ ⁠die Volunteers mit denen man direkt auf einer Wellenlänge war und das Erlebnis nur noch verschönert haben
•⁠ ⁠tiefgründige Gespräche mit Freunden, in denen uns die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Kenia erst so richtig bewusst wurden
•⁠ ⁠die Dankbarkeit und Reflektiertheit der Kinder gegenüber „scheinbar“ kleinen Dingen im Leben (tägliches Essen, Gesprächen mit den Volunteers, gemeinsame Malstunden, …)

Schattenseiten des Aufenthalts:
•⁠ ⁠Für die kenianische Einwohner ist es nicht normal eine weiße Person zu sehen, weshalb man auf der Straße oft das Wort „Muzungu“ hört. Hierbei wird einem nicht nur dieses Wort hinterher gerufen, sondern die Leute versuchen direkt mit einem in Kontakt zu treten. Wir gehen davon aus, dass dies nicht böse gemeint ist, dennoch gab es uns das Gefühl ständig unter Beobachtung zu sein.
•⁠ ⁠Einfach mal losjoggen, alleine spazieren gehen oder ein paar Bahnen schwimmen gehört Zuhause zu unserem Alltag. Hier stößt dies an die Grenze, dass die Kriminalität zu hoch ist, um dies als weiße Frau zu tun. Dadurch fühlten wir uns manchmal eingeschränkt in unseren Möglichkeiten.
•⁠ ⁠Die persönlichen Gesprächen hatten oft lange Nachwirkungen: wir dachten bis tief in die Nacht über passierte Gespräche nach und konnten die Schicksale kaum glauben. Alles in allem mussten wir uns damit abfinden, dass diese Welt einfach unfair ist und man je nach Geburtsland stark privilegiert sein kann.
•⁠ ⁠In der kurzen Zeit baut man zu den Kindern eine sehr starke Bindung auf. Uns zerreißt es das Herz, Abschied nehmen zu müssen. Vor allem der Gedanke, dass die Kinder bei jedem Volunteer Abschied nehmen müssen, ist unendlich traurig.

Zusammenfassend überwiegt die Dankbarkeit, dass wir die kenianische Kultur kennenlernen durften. Die Zeit mit den Menschen bei BetterMe hat uns sehr geprägt und wir werden uns gerne für immer daran erinnern. 

Durch BetterMe hatten wir die Möglichkeit weiter hinter die touristischen Kulissen von Kenia zu schauen. Dies hat uns sehr viele schöne Momente beschert.

Besonders hervorzuheben sind außerdem die Ausflüge mit den anderen Volunteers zur Takawiri Island und zum Maasai Mara Nationalpark. Diese wurden von dem Team organisiert und gebucht, was die Reise sehr unkompliziert gemacht hat. Dadurch wurden die Wochenenden zu unvergesslichen Erlebnissen. Deshalb ein großes Danke an Donge Ber Adventures für die Organisation.

Ein großes Danke geht weiterhin an
•⁠ ⁠das BetterMe Team, das alles für uns organisiert hat, uns unterstützt hat wo immer es ging (auch bei Krankenhausaufenthalten)
•⁠ ⁠Mama Dolfine und die Kinder, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre
•⁠ ⁠Molly, die uns immer mit dem besten Essen versorgt hat
•⁠ ⁠Pauline, die dafür gesorgt hat, dass wir saubere Wäsche und Zimmer hatten
•⁠ ⁠Tonny und Eliud, die Nachts für unsere Sicherheit gesorgt haben und uns mit abendlichen Gesprächen einen tieferen Einblick in die Kultur ermöglicht haben
•⁠ ⁠die anderen Volunteers mit denen es immer was zum Lachen gab
•⁠ ⁠Alle, die uns bei der Reise unterstützt haben

Nakupenda,
Caro & Elisa

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Juli 8, 2025

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