
Ruth Obilo
Volunteer Coordinator
Ruth begleitet junge Menschen und internationale Freiwillige bei Better Me Kenya. Als Freiwilligenkoordinatorin sorgt sie dafür, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen willkommen fühlen und gemeinsam lernen und arbeiten können. Ihr Studium im Bereich Community Resource Management hilft ihr dabei, die Bedürfnisse vor Ort zu verstehen und die Arbeit mit jungen Menschen mitzugestalten.
Was hat dich dazu bewegt, bei Better Me anzufangen?
Mich hat angesprochen, dass Better Me junge Menschen unterstützt und Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenbringt. Durch Mentoring helfen wir Jugendlichen, wichtige Fähigkeiten für ihren Alltag zu entwickeln, mit Herausforderungen umzugehen und selbstbewusster zu werden. Gleichzeitig bietet unser Freiwilligenprogramm die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Bei beidem mitwirken zu können, hat mich motiviert, Teil des Teams zu werden.
Gibt es einen Moment aus deiner Arbeit, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, dabei wollte ich eigentlich nur kurz nachfragen, ob eine junge Freiwillige gut zu Hause angekommen war. Ihr Aufenthalt bei uns war gerade zu Ende gewesen und ich rechnete mit einem kurzen „Ja, bin wieder zu Hause“. Aber dann schrieb sie etwas, das mich wirklich berührte.
Sie erzählte, wie viel Angst sie vor ihrer Reise nach Kenia gehabt hatte. Sie war noch nie allein verreist und sich das zum ersten Mal zu trauen, war ein riesen Schritt für sie. Dann kam sie auf unser erstes Telefonat zu sprechen:
„Du kannst dir gar nicht vorstellen wie viel Angst ich hatte zum ersten Mal allein so weit zu reisen. Nach unserem Gespräch war ich voller Vorfreude und konnte es kaum erwarten meinen Flug zu buchen.“
Sie bedankte sich auch für unsere Arbeit und das Herzblut, das wir hineinstecken.
Dies zeigte mir, dass unsere Begleitung schon beginnt bevor jemand in Kenia ankommt. Manchmal reicht ein Telefonat bei dem wir zuhören, Sicherheit geben und jemandem Mut machen etwas Neues zu wagen.
Zu wissen, dass unser Gespräch ihr geholfen hatte, aus Angst Vorfreude zu machen, hat mir unglaublich viel bedeutet.
Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten?
Jungen Menschen dabei zu helfen, das Selbstvertrauen zu entwickeln, für sich und ihre Zukunft einzustehen. Ich kann mich in viele ihrer Herausforderungen hineinversetzen. Deshalb bedeutet es mir viel, sie dabei zu begleiten. Zu sehen, wie sie stärker werden und mehr an sich selbst glauben, ist für mich besonders schön.
Wie hilft dir dein Studium bei der Arbeit mit jungen Menschen?
In meinem Studium im Bereich Community Resource Management habe ich gelernt, mit unterschiedlichen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Dieses Wissen nutze ich, um Angebote zu entwickeln, die Kinder fürs Lernen begeistern – besonders diejenigen, die nur begrenzten Zugang zu Bildung haben.
Außerdem leite ich Einheiten zu Alltagskompetenzen und persönlicher Entwicklung. Dabei geht es auch darum, wie junge Menschen sich anderen gegenüber präsentieren. Ich möchte ihnen helfen, ihre Stärken zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und sich in ihrem Umfeld einzubringen.
Was macht Better Me für dich besonders?
Für mich ist es die Verbindung aus der Arbeit mit jungen Menschen und dem Austausch mit Freiwilligen aus unterschiedlichen Ländern. Es gibt verschiedene Projekte, in denen sie mitmachen können. Wir helfen ihnen dabei, herauszufinden, wo sie sich sinnvoll einbringen können.
Ich schätze auch die gegenseitige Unterstützung. Jeder bringt andere Erfahrungen und Ideen mit. So können wir voneinander lernen und gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten.
Wie unterstützt du die Freiwilligen, und was sollen sie aus ihrer Zeit bei euch mitnehmen?
Ich begleite die Freiwilligen dabei, ihre Interessen einzubringen und in unseren Programmen mitzuarbeiten. Mir ist wichtig, dass sie sich unterstützt fühlen und erkennen, was sie beitragen können.
Ich hoffe, dass sie mit einem guten Gefühl, mehr Selbstvertrauen und neuer Motivation nach Hause gehen. Wenn ihre Zeit bei uns ihnen hilft, die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten zu entdecken, bedeutet mir das viel.
Was würdest du jemandem raten, der bei Better Me mitmachen möchte?
Komm mit einem offenen Kopf und bleib neugierig auf die Menschen, die Kultur und die Erfahrungen, die dich erwarten. Nimm dir Zeit für die Vorbereitung, stell Fragen und lerne ein paar Wörter der Sprache. Das kann dir helfen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.
Wenn du in Kenia Freiwilligenarbeit machen möchtest, geh die ersten Schritte: Informiere dich, plane und sprich mit Menschen, die dir bei der Vorbereitung helfen können. Und wenn du hier bist, sei bereit dazuzulernen und genieße die Zeit.
Was wünschst du dir für die Zukunft von Better Me?
Ich wünsche mir, dass wir unsere Programme weiter verbessern und mehr junge Menschen erreichen. Noch mehr von ihnen sollen die Möglichkeit bekommen, zu lernen, Selbstvertrauen aufzubauen und herauszufinden, was in ihnen steckt.
Außerdem hoffe ich, dass wir weiterhin Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen. Wir können viel voneinander lernen und gemeinsam bewegen.




















