Eine Erfahrung, die mir die Augen geöffnet hat – von Floor aus Belgien

Hallo zusammen!

Ich bin Floor, komme aus Belgien und bin 18 Jahre alt. Im Februar habe ich mich entschieden, als Freiwillige mit Better Me nach Kenia zu kommen. Eine Freundin, die letztes Jahr hier war, hat mir davon erzählt. Ich war sofort begeistert, weil bei Better Me alles so persönlich und familiär ist.

Hier wohnst du mit einer kleinen Gruppe von Freiwilligen im „Dome House“, direkt auf dem Gelände der Korando-Schule. Das Haus hat Platz für acht Leute, mit vier Zimmern und zwei Badezimmern. Man teilt sich also den Platz und ist viel zusammen.

Am Anfang hatte ich Sorge, dass ich kaum Zeit für mich haben würde. Aber das klappt hier wirklich gut. Der Wochenplan lässt genug Luft, um auch mal dein eigenes Ding zu machen – allein oder mit den anderen Freiwilligen.

Weil du direkt auf dem Schulgelände wohnst, sind eigentlich immer Kinder um dich herum. Sie sind offen und neugierig, und man kommt schnell mit ihnen ins Gespräch. Viele sind richtig dankbar, wenn du dir Zeit für sie nimmst – besonders die älteren Kinder.

Sie erzählen dir von ihrem Leben. Für mich, die vorher noch nie außerhalb Europas war, war das ein echter Augenöffner. Manche Geschichten gehen einem aber auch ganz schön nahe.

Das geht mir auch so, wenn ich durch die Stadt fahre und sehe, unter welchen Bedingungen viele Menschen hier leben. Da hatte ich erst mal ein schlechtes Gewissen. Nach einem guten Gespräch mit den anderen Freiwilligen wurde mir aber klar, dass ich das allein nicht ändern kann.

Vielleicht kommst du hierher und denkst, du wirst alles verändern. Aber das geht nicht. Du allein wirst nicht die Armut und sämtliche Probleme in Kenia lösen.

Ich habe ein paar Tage gebraucht, um das zu akzeptieren. Meine Hilfe wird nicht alles verändern, aber sie macht einen Unterschied. Und das ist schon verdammt viel!

Kenia ist ein wunderschönes Land. Die Berge, die grüne Natur, das Wetter – und genauso die Menschen und ihre Kultur. Viele Menschen hier sehen selten weiße Menschen. Deshalb fällt man auf und wird manchmal anders behandelt. Das kann sich erst mal komisch anfühlen. Aber unfreundlich war deswegen niemand zu mir.

Better Me hat mich bisher kein bisschen enttäuscht. Schon bei der Buchung waren alle herzlich und hilfsbereit, und das ist bis heute so geblieben. Die Kommunikation ist klar, und das Miteinander zwischen dem Team und uns Freiwilligen ist einfach schön.

Mit unseren Aktivitäten können wir vor Ort einiges beitragen – ob beim Kunstunterricht, Schwimmen oder bei den Life-Skills-Kursen. Dabei kommen wir an ganz unterschiedliche Orte und lernen viele Menschen kennen. Mehr verrate ich aber nicht, damit du selbst noch etwas zu entdecken hast 😉

Kofferpacken ist gar nicht so einfach. Deshalb hier ein paar Tipps von mir:

  1. Pack nicht zu viele Klamotten ein. Du brauchst weniger, als du denkst: Zweimal die Woche wird deine Wäsche für dich gewaschen.
  2. Bring Sonnencreme und Medikamente von zu Hause mit. Die können hier ziemlich teuer sein.
  3. Nimm eine kleine Tasche mit Reißverschluss mit, damit niemand so leicht hineingreifen kann.
  4. Pack Ohrstöpsel ein. Du weißt nie, ob jemand in deinem Zimmer schnarcht 😉
  5. Regenjacke!! Auch wenn du überhaupt nicht damit rechnest, kann es plötzlich richtig schütten. Musste ich selbst erst lernen …!

Und schau vor der Abreise mal auf dem Dachboden nach, ob du noch Kleidung oder Bastelmaterial hast, das du spenden möchtest :))

Danke fürs Lesen! Wenn ihr Fragen habt, fragt einfach. Und ganz viel Spaß bei eurem Aufenthalt an der Korando-Schule!

Floor

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